Gefunden wurde ich im August 2022 auf der Insel Kreta im Ort Paleochora in der Appartment-Anlage Libyan Mare.
Zu Ehren der herzlichen und netten Besitzerin trage ich je 2 Anfangsbuchstaben der Appartment-Anlage in meinem Namen LiMa.
Sie hat mich aufgenommen und all ihren Gästen vorgestellt, denn sie wollte neue Eltern für mich finden. Naja, so richtig gefallen, hat mir erst mal niemand. Alle fanden mich süß, wollten mich auf den Arm nehmen, streicheln…aber so richtig spielen, Zeit mit mir verbringen und auf mich aufpassen (schließlich war ich da noch ein Baby😊) das hat niemand gemacht. Und dann eines Tages waren da die Neuen, Slobo und Gerda – sie waren direkt in mich verliebt und vor allem Slobo hat ausgiebig mit mir gespielt – er hatte jede Menge tolles Spielzeug – und Gerda hat direkt großartige Leckerchen für mich gekauft. Als sie mich auf den Arm genommen hat, habe ich mich wohl und beschützt gefühlt. Ich habe sie dann nicht mehr aus den Augen gelassen und heimlich beobachtet. Wenn ich sie zum Strand verfolgt habe, dann haben sie auf mich Acht gegeben, damit ich auf der Straße nicht überfahren werde und einmal haben sie mich sauber gemacht, als ich mich gerade in einem schönen Haufen Kacke gewälzt hatte – roch sehr gut, aber scheinbar nicht für alle. Komisch! Ich habe mich sehr gut benommen (naja, für einen kleinen Welpen jedenfalls) und so bin ich zu ihnen umgezogen mit Körben + Fressnapf. Plötzlich hatte ich ein Geschirr und Leine – das fand ich zuerst überhaupt nicht gut. Und dann die ganzen Kommandos – puh, mega anstrengend. Eigentlich hatte ich keine Lust dazu, aber sie haben immer so gestrahlt, wenn ich gemacht habe, was sie wollen und mich mit Köstlichkeiten belohnt. Da habe ich ab und an mitgemacht. Wenn sie mal nicht aufgepasst haben, bin ich natürlich sofort losgeflitzt und sie hinter mir her. Ein großartiges Spiel😊. So hätte es meinetwegen immer weitergehen können. Aber dann war auf einmal alles anders – überall stand Gepäck, mein Körbchen war auch weg, es gab nichts zu Fressen und das Auto stand vor der Tür…ich mag Autofahren nicht, es schaukelt sehr und ich muss immer kotzen…Gerda hat mich trotzdem unter den Arm geklemmt (wartet nur bis ich mal groß und stark bin, dann lasse ich das nicht mehr zu) und ins Auto auf ihren Schoss gesetzt. Gott sein Dank durfte ich den Kopf aus dem Fenster halten und mir die Meeresluft um die Ohren und Nase wehen lassen. Eine sehr lange Reise hatte begonnen an deren Ende ich in der Wohnung meiner Eltern angekommen bin. Dazwischen lagen lange Stunden im Transportkorb, angstvolles Warten und Enge – gut, dass ich das Kuscheltuch von Gerda hatte, das so gut nach ihr gerochen und mich getröstet hat. Zwischendurch hat sie die Hand in den Korb gesteckt und so war ich sicher, dass ich nicht allein bin. Nachdem wir in Düsseldorf angekommen sind, war ich so müde und erschöpft, dass ich gleich eingeschlafen bin. Am nächsten Morgen habe ich alles erkundet, alles ganz schön ungewohnt – gut, dass ich nicht alleine und sowieso mutig bin. Ich bin bereit zu neuen Abenteuern!
